Summa cum laude hieß es am 28.09.2026 für Andrea Kogler, als sie erfolgreich ihre Dissertation verteidigte. Unter dem Titel “From Measurement to Intervention:
Addressing Reading and Social-Emotional Difficulties in Early Primary School” gab Andrea Einblick in ihre dreijährige Forschungstätigkeit, die gemeinsam mit der Prüfungskommission diskutiert wurde.
Die Prüfungskommission setzte sich aus ihrer Erstbetreuerin Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Gasteiger-Klicpera (Universität Graz) und den beiden Gutachterinnen Univ.-Prof.in Dipl.-Sprachwiss. Susanne Seifert, PhD (Universität Graz) und Prof.in Genevieve McArthur, PhD (Australian Catholic University, Australien) sowie dem Vorsitzenden Univ.-Prof. Dr.phil Lars Eichen (Universität Graz).
In ihrer Dissertation beschäftigte sich Andrea einerseits mit der Entwicklung und Validierung eines Instruments zur Erfassung sozial-emotionaler Fähigkeiten (GraSEF – Grazer Screening zur Erfassung sozial-emotionaler Fähigkeiten). Andererseits wollte Andrea herausfinden, wie Schüler:innen mit Leseschwierigkeiten und sozial-emotionalen Schwierigkeiten in der Primarstufe bestmöglich unterstützt werden können und evaluierte eine Förderung für diese Zielgruppe. Zentrale Implikationen ihrer Dissertation sind:
Um Schwierigkeiten in der sozial-emotionalen Entwicklung zu identifizieren, sollten mehrere Informationsquellen herangezogen werden. Die Selbstauskunft der Schüler:innen ist vor allem für die Identifikation von internalisierenden Schwierigkeiten notwendig. Bei Schüler:innen mit zusätzlichen Leseschwierigkeiten sollten weitere Konstrukte wie Leseangst oder das Leseselbstkonzept erfasst werden.
Es sind weitere Interventionsstudien notwendig, um das gemeinsame Auftreten von Lese- und sozial-emotionalen Schwierigkeiten besser zu verstehen und effektive Komponenten und Vorgehensweisen für die Förderung zu identifizieren.
Praktiker:innen sollten dafür sensibilisiert werden, dass Lese- und sozial-emotionale Fähigkeiten zusammenhängen können und dass manche Schüler:innen zusätzliche Fördermaßnahmen zum Lesen benötigen.
Wir gratulieren Andrea Kogler zu ihrer ausgezeichneten Leistung und wünschen ihr für die weitere Forscherinnenkarriere alles Gute!