Unter dem Kongressmotto „B³: Beobachten – Beurteilen – Befähigen“ präsentierten die Dissertant:innen des LeSeDi-Konsortiums vom 6. bis 8. Juli 2026 beim Grazer Grundschulkongress (GGSK) an der PH Steiermark und der PPH Augustinum ihre aktuellen Forschungsarbeiten. Die Beiträge zeigten, wie die Ergebnisse der Forschung ihren Weg in den Unterricht finden und somit Anknüpfungspunkte für die Praxis darstellen können.
Im internationalen Symposium „Von der Beobachtung zur Befähigung: Innovative Wege in der Lesediagnostik und -förderung“ (Chair: Lisa Paleczek, Diskutantin: Susanne Seifert) wurden unterschiedliche Perspektiven auf Diagnostik und Förderung zusammengeführt. Beiträge, wie jener von Jana Jungjohann zu Levumi sowie jener von Juliane Augustin und Franziska Viertel zu GraF GruS stellten zwei der vier Beiträge dar und lieferten eine Grundlage für eine systematische Diagnostik. Wie digitale Leseförderung im Unterricht auf Diagnostik basierend umgesetzt wird, präsentierte Fabian Feyertag anhand einer Mixed-Method-Studie. Den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis thematisierte Elisabeth Herunter, die eine Design-Based-Research-gestützte Fortbildungsreihe zur digitalen Lesediagnostik und -förderung vorstellten.
In einem Einzelbeitrag präsentierte Andrea Kogler das digitale Screening-Instrument GraSEF, das sozial-emotionale Fähigkeiten von Schüler:innen mittels Situational Judgement Test erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Diagnostik einen wichtigen Beitrag leisten kann, um unterschiedliche Perspektiven auf kindliche Entwicklung sichtbar zu machen.
Die Beiträge zeigen anhand ihrer Ergebnisse, dass B3 nicht nur „Bildungsinnovation braucht Bildungsforschung“ bedeuten, sondern auch für „Beobachten, Beurteilen und Befähigen“ stehen kann. Zusätzlich bot der Kongress den LeSeDi-Dissertant:innen Möglichkeiten zum Austausch, besonders auf regionaler Ebene.